Multimediaraum

Neue Medien am Gymnasium Schwertstraße

Schriftstücke mit einem Textverarbeitungsprogramm erstellen und verändern, Grafiken und Fotos bearbeiten und in den Text einfügen, Rechnungen mit einer Tabellenkalkulation ausführen lassen, Daten statistisch auswerten und die Auswertung graphisch darstellen, Vorträge anschaulich aufbereiten und interessant präsentieren, Informationen schnell und bereits fertig zur Weiterverarbeitung aus elektronischen Lexika oder dem Internet abrufen, Briefe elektronisch empfangen oder senden: Alle diese Fertigkeiten sind aus dem privaten Bereich und erst recht aus dem beruflichen Umfeld nicht mehr wegzudenken, sondern haben sich in den letzten Jahren neben Lesen, Schreiben und Rechnen als Kulturtechniken etabliert.

Der Umgang mit neuen Medien ist eine Kulturtechnik

Informatikraum
In den Tisch eingelassene Monitore im Informatikraum

Selbstverständlich gilt dies auch für die Schule. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 müssen eine Facharbeit schreiben, deren formale Anforderungen am einfachsten durch ein Textverarbeitungssystem einzuhalten sind, moderne Mathematik­aufgaben verlangen häufig den Einsatz einer Tabellenkalkulation, eines Algebrasystems oder eines Geometrieprogramms, Vokabeln und Grammatik lernt man mit entsprechender Software, für viele Fächer ist die Recherche im Internet mittlerweile unverzichtbar und das Lernen mit den Neuen Medien fördert das selbstständige Lernen.

Medienkompetenz ist kein Selbstzweck

Allerdings: Das Lernen mit Neuen Medien setzt das Erlernen der Neuen Medien voraus. Grundgedanke unserer Konzeption ist dabei, dass Medienkompetenz nicht als Selbstzweck losgelöst von fachlichen Inhalten erworben werden soll, sondern in die Thematik und Methodik eines Faches eingebunden bleibt.

Fachübergreifendes Mediencurriclum

Multimediaraum
15 vernetzte Schüler-PCs im Multimediaraum

Zur Umsetzung dieses Grundansatzes haben die Fachkonferenzen fast aller Fächer einmal festgelegt, welche Medienkompetenzen in ihrem Fach in welcher Jahrgangstufe an welchem Unterrichtsinhalt vermittelt oder vertieft werden sollen und welche Kompetenzen dabei schon vorausgesetzt werden.

Herausgekommen ist dabei für jedes Fach ein Katalog von Unterrichtsinhalten und medialen Fertigkeiten, der verbindlich in das Schulcurriculum des betreffenden Faches aufgenommen wurde. So haben etwa die Mathematiker vereinbart, dass in den Klassen 9 und EF das Thema Näherungsverfahren mit Hilfe der Tabellenkalkulation erarbeitet und im Fach Biologie in unterschiedlichen Jahrgangsstufen geleitete Internetrecherchen durchgeführt werden. Alle Fächer können dabei auf Erfahrungen der Schüler/-innen zurückgreifen, die in der Erprobungsstufe im Fach Medienkunde erworben wurden.

Medienkunde - einmalig in NRW

Das Fach Medienkunde wurde an unserer Schule im Rahmen des Modellversuchs "Selbstständige Schule" eingeführt. In Übereinstimmung mit unserem Grundansatz orientiert sich das Fach inhaltlich an das Fach Politik, verwendet als Medium neben dem klassischen Schulbuch aber hauptsächlich den Rechner und legt die Grundlagen für eine sachgerechte Rechnernutzung und für die Arbeit mit Open-Office-Programmen und mit dem Internet.

Selbstständiges Lernen mit neuen Medien

Selbstlernzentrum
Selbstlernzentrum in der Schülerbibliothek

Moderner Unterricht fördert und fordert zunehmend das selbstständige Arbeiten. Unsere Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen und entscheiden in der Gruppe, auf welchem Wege sie ihr Thema erarbeiten, welche Methode sie einsetzen, woher sie Informationen beziehen und wie sie ihre Ergebnisse darstellen. Der Rechner wird damit zu einem Medium neben anderen; die Nutzung eines externen Medienraumes ist bei dieser Arbeitsform nicht immer angemessen. Sinnvoll scheint die "Insellösung" zu sein, bei der der gesamten Lerngruppe eine Insel von vier oder fünf vernetzten Rechnern mit Internetzugang zur Verfügung steht.

Mittlerweile gibt es in nahezu allen Klassen- oder Kursräumen einen Internetanschluss, an den ein Laptop oder aber ein Laptopwagen angeschlossen werden kann, der dann bis zu acht Rechner versorgen kann.

Artikel: Herr Rehbach