Treppenhauskonzert

Erstmalig "Treppenhauskonzert" im Gymnasium Schwertstraße

Frühlingskonzert am 10. 03. 2016

"Stell' dir vor, du veranstaltest ein Konzert und kurz vor dem Beginn wird der Saal geschlossen." Der Albtraum jedes Veranstalters wurde bittere Wirklichkeit: die Stadt sperrte am 10. 03. 2016 um 15.35 Uhr aus Sicherheitsgründen die Aula, weil die Deckenkonstruktion den Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügt. Für 19 Uhr war allerdings das Frühjahrskonzert im Rahmen der 175-Jahr-Feier des Gymnasiums geplant…

Was tun? Das Konzert ausfallen lassen? Kurzfristig einen anderen Veranstaltungsort wählen? Die Schulleitung reagiert schnell: der für das Konzert verantwortliche Lehrer, Herr Ruben Schmidt, wird in die Schule zurückgerufen, man schwirrt durch das Gebäude und überlegt: Wo kann das Konzert stattfinden?

Wenn alle eng zusammenrücken...

Um 16 Uhr fällt die Entscheidung: Wir führen ein "Treppenhauskonzert" durch. Wir bauen die Bühne im Foyer des Erdgeschosses auf, stellen so viele Stühle wie möglich auf und nutzen die Treppenstufen zum 1. Stock als weitere Sitzgelegenheiten. Wenn alle eng zusammenrücken, kann das gelingen.

Zum Glück gibt es ja noch Nachmittagsunterricht: also werden zwei Sportkurse aus der Halle geholt, die den Umbau und Aufbau übernehmen: die Musikinstrument werden aus der Aula geholt, Stühle geschleppt und aufgebaut usw. Die Sitzprobe auf den Stufen zeigt: das wird ganz schön kühl… - Also fährt der Schulleiter in seine in der Nähe gelegenen Kirchengemeinde und leiht sich eine große Anzahl von Sitzkissen für die Treppenstufen aus. Die Zuhörer sollen nicht nur durch die Musik erwärmt werden.

Um 17.30 Uhr ist alles fertig. Die geplante Probe kann stattfinden. Ab 18.30 Uhr tauchen die ersten Besucher auf und nehmen die veränderten Bedingungen gelassen hin.

Eigentlich geht es nicht - aber es geht doch!

19 Uhr: große Enge im Foyer und auf den Treppen, Gedränge der Musiker "vorne". Das geht eigentlich alles nicht – aber es geht doch! Fast kuschelig beieinander genießen die zahlreichen Besucher das Konzert. Am Ende großer Applaus – alle sind zufrieden – einige meinen sogar: "Das müssen wir hier noch einmal machen!" Beim anschließenden Umtrunk in der Schulbibliothek gab es noch einen regen Austausch über das Erlebte und überall nur zufriedene Gesichter.

Dank an Herrn Schmidt, der in all dem Trubel die Ruhe nicht verloren hat!

Text: Herr Blasberg. Foto: Frau Hoffmeister

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