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Ein etwas anderer Museumsbesuch!

"Sammeln-Bewahren-Vermitteln" – Ein neues Exkursionsangebot des Museums Solingen zeigte interessante Einblicke hinter die Kulissen der Museumsarbeit für den EF Kunstkurs des Gymnasiums Schwertstraße

Angekommen im Museum führte uns Frau Elbracht-Iglhaut in das Atelier des Museums, in dem "die Kunst" normalerweise praktisch an Kinder und Jugendliche vermittelt wird.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten von der stellvertretenden Museumsdirektorin vielerlei Informationen zur Museumsarbeit im Kunstmuseum Solingen und im von der Heydt-Museum Wuppertal, die die "normalen Besucher" in der Form gar nicht erfahren.

Blick hinter die Kulissen

Wie werden Kunstausstellungen geplant und umgesetzt? Wie werden Kunstwerke aus verschiedenen Ländern für eine Ausstellung nach Deutschland gebracht? Wie werden sie versichert? Wie gelangen Kunstwerke in die Sammlung eines Museums? Wer finanziert das Ganze?

Ein Blick in die Inventarbücher zeigte, dass der erste Ankauf des Kunstmuseums Solingen 1938 von der Künstlerin Helene Beckers mit dem Titel "Bäuerin" für 700 Reichsmark erfolgte. Heutzutage helfen Schenkungen dem Museum neue Werke in den Bestand aufzunehmen.

Bildergalerie

Ein etwas anderer Museumsbesuch

Nach einer theoretischen Einführung konnte ein Blick hinter die sonst für Besucher verschlossene Tür geworfen werden. Frau Elbracht-Iglhaut erklärte dem Kunstkurs die Aufbewahrung der verschiedenen Kunstwerke im Gemäldedepot. Von Zeichnungen, Skulpturen und Gemälden wird im Depot alles bei einer konstanten Temperatur und Luftfeuchtigkeit gelagert. Eines der Gemälde ist zum Beispiel von Georg Meistermann "Selbstbildnis mit Hut" von 1927. Ab 1933 erhielt er ein Malverbot durch die Nazis.

Rundgang durch die Ausstellung

Bei dem abschließenden Rundgang durch die Ausstellungsräume sahen die Schülerinnen und Schüler, dass er weiter gemalt hat und seine Bilder vor den Nazis versteckt hielt. Durch das Einrollen entstanden Craquelées, die sich beispielsweise horizontal durch das Bild "Stalingrad" von 1943 ziehen. Als "Zeichen der Geschichte" wird dieses Bild nicht restauriert.

In der abschließenden Feedbackrunde äußerten sich die Schülerinnen und Schüler äußerst positiv zu dieser anderen Art des Museumsbesuchs.

Text und Fotos: Frau Henne