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"Die deutsche Position in Brüssel" - Schülerplanspiel mit Pepp

Am Mittwoch, den 16.6.2021, fand unter der Leitung der Konrad-Adenauer-Stiftung und des CIVIC Instituts, ein Planspiel für die Q1/Jahrgangsstufe 11 statt. Normalerweise wäre ein Ausflug nach Brüssel fester Bestandteil des Projekts, dieses Jahr musste es aber pandemiebedingt digital stattfinden. Als Schüler*innen der Europaschule sind wir in einem Planspiel zur deutschen Position in Europa, mit dem Schwerpunkt Handelspolitik, in verschiedene Rollen geschlüpft.

Begrüßt wurden wir durch Prof. Dr. Martin Reuber von der Konrad Adenauer Stiftung, sowie durch die beiden Moderatoren des CIVIC Instituts: Frau Hohmann und Herr Lucht. Anschließend sind wir in das Thema Handelspolitik mithilfe eines fiktiven Handelsabkommens mit dem Land "Kanapan" eingestiegen, zu dem es eine deutsche Position zu beziehen gab.

Diskussion im Rollenspiel

In drei verschiedenen Gruppen: Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung wurde jedem Schüler eine parteispezifische Rolle inklusive Bundesland und selbst kreiertem Namen zugewiesen, die es innerhalb der Gruppen zu vertreten galt. Uns gelang es mit Hilfe der individuellen Rollenbeschreibungen, Argumente für oder gegen das Handelsabkommen zu finden, um diese in einer hitzigen, aber diplomatischen Diskussion auszutauschen. Ziel war es, einen gemeinsamen Konsens zu finden, den jede Gruppe dann in einem angepassten Entwurf nach Vorlage der EU-Kommission festgehalten hat.

Beschluss eines Gesetzentwurfs

Anschließend wurde nach Entscheidung der Bundesregierung, orientiert an den Vorschlägen des Bundesrats und Bundestags, ein finaler Gesetzentwurf beschlossen, der die deutsche Position wiedergibt. In der Realität würde dieser deutsche Entwurf nun im EU-Parlament präsentiert werden, um eine europäische Position, nach Anhörung der anderen nationalen Vorschläge, zu finden.

Fragen an Vertreter der EU-Kommission

An dieser Stelle endete das eigentliche Planspiel für uns, jedoch hatten wir noch die Möglichkeit zwei Vertreter der EU-Kommission persönlich Fragen zu stellen, auch wenn durch lange Ausführungen der Kommissionsmitglieder nicht allzu viele Fragen gestellt werden konnten. Alles in allem hat es uns der Projekttag gut gefallen, da wir einen Einblick in die Komplexität der Gesetzgebung und das Alltagsleben eines politischen Akteurs bekommen haben.

Wir haben den Tag trotz des digitalen Formats als gewinnbringend aufgefasst und würden jedem nur raten im nächsten Jahr daran teilzunehmen.

Artikel: Jonathan Schmalt, Aliz Sommerkamp, Alma Uhlich (Q1)