Bildschirm Konferenz

Die Klasse 9b und die Sache mit dem Klima

Am 26.05.2021 haben meine Klasse und ich an einem Schulprojekt der Multivision e.V., welches in unserem Klassenraum in der Schule stattfand, teilgenommen. Bei diesem Projekt handelte es sich um die sogenannte "Klimakonferenz", bei der die Teilnehmer*innen in die Lage versetzt werden, einen internationalen Vertreter der Vereinten Nationen (UN) zu verkörpern und so gemeinsam eine Konferenz zum Thema Klimaneutralität zu simulieren. Vorab kann ich sagen: Die Veranstaltung hat meine Klassenkamerad*innen und mich sehr geprägt.

Die Klimakonferenz

Den Begriff "Klimakonferenz" hatte ich bereits einige Male in den Medien gehört und gelesen, jedoch noch nie so wirklich verstanden. Das jedoch war absolut kein Problem, da uns zu Beginn vom Moderator der Veranstaltung, Max Menkenhagen, erklärt wurde, was passieren würde; unsere Klasse wurde in Gruppen aufgeteilt, wobei jeder Gruppe eine Rolle zugewiesen wurde, was verlangte, dass wir etwa die USA, China oder die EU verkörperten. Ziel war es durch Diskussionen und Verhandlungen Lösungen für den von Menschen verursachten Klimawandel zu finden. Jedoch musste man dabei stets auf mehrere Faktoren achten: z.B. den Entwicklungsstand der Länder, anfallende Kosten, Geschwindigkeit des Prozesses etc. Für das alles wurden uns insgesamt drei Runden zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an die einzelnen Runden wurden alle Ergebnisse vorgestellt und zusammengetragen, ein Computerprogramm errechnete dabei, ob wir unsere im Hinblick auf Erwärmung vorgenommenen Ziele erreichen würden.

Die erste Runde - Rollenübernahme

Was für mich anfangs als sehr einfach interpretiert wurde, stellte sich im Nachhinein als sehr schwer und komplex heraus. In der ersten Runde waren alle Schüler*innen noch sehr verunsichert und sich nicht sicher, wie genau man sich in die Rolle eines Politikers hineinversetzen sollte. Es wurden ziemlich schnell Pakte mit anderen Gruppen geschlossen und alle waren sich ziemlich sicher, dass sie die ideale Lösung gefunden hätten. Als uns jedoch die Ergebnisse gezeigt wurden, waren wir ziemlich schockiert und entsetzt: nach ca. 45 Minuten Diskutieren mussten wir erkennen, dass unsere Maßnahmen absolut nicht genug wären, um den Klimawandel zu stoppen.

Die zweite Runde - Arbeit an einer Lösung

Mit mehr Verständnis und einer besseren Perspektive vom Ganzen stürzten wir uns in den zweiten Versuch hinein. In der einen Ecke der Klasse wurde Geld gefordert, in der anderen Ecke wurde dieses angeboten. Erneut arbeiteten alle an einer idealen Lösung, wobei uns nach und nach immer mehr bewusst wurde, wie komplex der Klimawandel doch eigentlich ist. Auch nach der zweiten Runde merkten wir, dass die Maßnahmen nicht ausreichend wären, sodass wir uns im dritten Versuch noch mehr angestrengt haben. Wir tüftelten und tüftelten, diskutierten, machten uns verschiedene Schaubilder und waren schlussendlich fertig und voller Hoffnung, das ideale Ergebnis erreicht zu haben.

Doch erneut enttäuschten uns die vom Computerprogramm ausgespuckten Werte. Meine ganze Klasse und ich waren entsetzt. Dennoch ist uns bewusst geworden, wie wichtig und komplex der Klimawandel ist und unter welchen schwierigen Bedingungen tatsächliche Politiker*innen zum Teil arbeiten.

Fazit

us diesem Grund bin ich sehr dankbar, dies in der Schule im Rahmen eines Projektes erlebt haben zu können und nehme mehr Verständnis und Achtsamkeit in Bezug auf den Klimawandel mit.

Zusammenfassend kann ich sagen: War das Projekt anstrengend? Ja. Es muss viel geknobelt werden und es müssen ständig Bedingungen beachtet werden. Hat es Spaß gemacht? Ja! Es war lustig und zugleich aufschlussreich sich in die Rolle von Politiker*innen einzufühlen und diese Simulation, die sehr realistisch präsentiert und erlebt worden ist, zu "leben".

Artikel: Julia Chojnicki (9b)